Aus der Geschichte des Bürgerhilfe e.V.

Aus der Geschichte des Bürgerhilfe e.V.

10.04.1989 – Gründung des Vereins Bürgerhilfe

Unter dem Motto „Pech gehabt? – Wir helfen!“ startet eine Hand voll sozial engagierter Personen im Kreuzberger Kiez SO 36 rund um die Wrangelstraße eine Selbsthilfeinitiative, deren Ziel darin besteht, „die durch Verlust von Arbeit, von Wohnung oder Suchtkrankheit in Not geratenen Menschen zu unterstützen und zu fördern, sie zu beraten und ihnen bei ihren Problemen konkret zu helfen“.

Im Laufe der kommenden Jahre entwickelt sich die Bürgerhilfe zu einem stadtweit tätigen sozialen Träger und professionellen Erbringer sozialer Dienstleistungen im Sinne des BSHG. Seine Sozialarbeiter/-innen und Suchttherapeuten/-innen betreuen heute in vier großen Versorgungsregionen des Landes Berlin täglich bis zu 250 bedürftige Menschen.

01.09.1989- Nachbarschaftsprojekt

Der Verein mietet Ladenräume in der Wrangelstraße 66 a an und gestaltet sie in eine Kontakt- und Anlaufstelle für Langzeitarbeitslose, Obdachlose und andere Hilfesuchende um. Die Vereinsmitglieder und zunächst eine Sozialarbeiterin beginnen nachbarschaftliche Hilfen bei Wohnungsrenovierungen und -umzügen zu organisieren oder kleinere Reparaturen für einkommensschwache Mitbürger/-innen durchzuführen. Damit schaffen sie zugleich sozialarbeiterisch betreute Arbeitsmöglichkeiten für Sozialhilfeempfänger/-innen.

Die Dienstleistungen der Nachbarschaftshilfe sind im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bis heute kaum wegzudenken.

01.12.1990 – Wohnungslosentagesstätte

Parallel zur Einrichtung Nachbarschaftshilfe baut der Verein in der Wrangelstraße 66 a eine Wohnungslosentagesstätte für Erwachsene (Wärmestube) auf. Sie bietet heute bis zu 80 obdachlosen Frauen und Männern pro Öffnungstag ein Dach über den Kopf und mehrmals wöchentlich eine warme Mahlzeit. Außerdem können die Besucher/-innen hier duschen, ihre Wäsche waschen und vielerlei Hilfs- und Freizeitangebote in Anspruch nehmen.

01.01.1992 – Übergangshaus Kiefholzstraße

In der Treptower Kiefholzstraße 21 nimmt das Betreute Übergangswohnhaus für Obdachlose seine Arbeit auf. Hier wird die Klientel auf ein betreuungsunabhängiges und selbständiges Leben in einer eigenen Wohnung oder einer anderen Wohnform vorbereitet.

Es folgen Jahre, in denen bis zu 100 obdachlose Männer und Frauen pro Jahr die Dienste der Einrichtung beanspruchten.

07.12.1992- Mitglied im DPW

Als gemeinnütziger Verein wird die Bürgerhilfe Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Landesverband Berlin e.V.

01.03. 1995- Therapeutische Wohngemeinschaft

In Hohenschönhausen richtet die Bürgerhilfe 1994/1995 eine Therapeutische Wohngemeinschaft (TWG) für chronisch mehrfachgeschädigte Abhängigkeitskranke ein. Die Bewohner/-innen genießen hier über einen längeren Zeitraum eine umfangreiche suchttherapeutische Betreuung.

01.01.1997 – Geschäftsstelle

In der Taborstraße 17 entsteht erstmals in der Geschichte der Bürgerhilfe ein eigenständiges Büro für die zentrale Verwaltung des Vereins, das sich in den folgenden drei Jahren zu einer modernen Geschäftsstelle entwickelt.

01.12.1998 – Betreutes Einzelwohnen

Im Objekt Kiefholzstraße 21, das das Übergangshaus beherbergt, öffnet eine zweite Einrichtung des Vereins: das Betreute Wohnen für wohnungslose Erwachsene. Unter sozialarbeiterischer Einzelbetreuung werden die Betroffenen auf ein eigenverantwortliches Leben in einer eigenen Wohnung vorbereitet. Heute hat die Einrichtung ihren Sitz in der Allerstraße 39 in 12049 Berlin-Neukölln.

01.02.1999 – Therapeutische Wohngemeinschaft II

Die Bürgerhilfe übernimmt die Trägerschaft über eine weitere TWG für mehrfachgeschädigte suchtkranke Frauen und Männer mit hohem Schädigungsgrad. Gemeinsam mit der TWG I wurde die neue Einrichtung in Form eines Wohnverbundes in der Gehrenseestraße 1 untergebracht.

Im Juli 2001 zogen die beiden Einrichtungen TWG I und TWG II in ein lukrativeres Objekt in die Treswkowallee 42 /44 in 10318 Berlin – Lichtenberg.

01.12.1999 – Aufsuchende Sozialarbeit

In der Taborstraße 17 nimmt das Einrichtungsteam Aufsuchende Sozialarbeit seine Tätigkeit auf. In enger Kooperation mit der Wärmestube betreuen die Streetworker vor allem hilfebedürftige obdachlose und suchtkranke Menschen im Umkreis des Cuvry-Platzes in Friedrichshain-Kreuzberg.

15.06.2001 – Wohnungserhalt und Wohnungserlangung

Als vorläufig letzte Einrichtung startet die Bürgerhilfe in Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg eine Einrichtung, die im Schnitt 40 Erwachsenen sozialarbeiterische Hilfen vorwiegend zum Erhalt bzw. zur Erlangung eigenständigen Wohnraumes gewährt.

01.01.2003

Wir informieren, dass der Bürgerhilfe e.V. als Träger sozialer Dienstleistungen im Sinne des Sozialgesetzbuches diese Leistungen ab 01. Januar 2003 aus einer gemeinnützigen GmbH erbringt. Das gesamte Leistungsspektrum und die Hilfeangebote wurden beibehalten.

01.01.2007

Ab Januar 2007 lautet der Name: Bürgerhilfe Kultur des Helfens gGmbH. Gesellschafter ist der Bürgerhilfe e.V..

3.März 2008 – Umzug der Wohnungslosentagesstätte

Der neue Hausbesitzer kündigt der Wohnungslosentagesstätte die Räumlichkeiten in der Wrangelstr. 66 A, wo sie 18 Jahre angesiedelt war. Mit Unterstützung des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg wird eine neue Bleibe in der Cuvrystr. 11-12 gefunden. Der Umbau der neuen Räumlichkeiten sowie den Umzug bewerkstelligen die Sozialarbeiter*innen mit Hilfe des rbb und seiner Hilfsaktion „96 Stunden – Zeit zum Helfen“, in der täglich mit Liveschaltungen über die Entwicklungen auf der Baustelle berichtet und die Bevölkerung Berlins und Brandenburgs aufgerufen wird mit Geld, Material und Arbeit vor Ort die Bürgerhilfe zu unterstützen. Zahlreiche Firmen spenden Material und helfen beim Umbau, viele Bürger*innen erscheinen täglich auf der Baustelle und helfen mit. Auch die Besucher*innen der Wärmestube packen mit an, um ihr neues „Wohnzimmer“ mitzugestalten.

26. Juni 2009 – 20 Jahre Bürgerhilfe

Die Bürgerhilfe feiert ihr 20 jähriges Jubiläum im Nachbarschaftshaus Urbanstr. in Kreuzberg. Durch die Pressekonferenz und Festveranstaltung führt der rbb-Moderator Andreas Ulrich.

18. Mai 2010 – 20 Jahre Wohnungslosentagesstätte

Die Wohnungslosentagesstätte feiert ihr Jubiläum gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen der Bürgerhilfe und anderen Trägern der Wohnungslosenhilfe, langjährigen Unterstützer*innen der Einrichtung und Vertreter*innen des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg. Mittags kommen dann ca. 100 Besucher*innen der Wohnungslosentagesstätte dazu und feiern im Rahmen eines Grillfestes mit Musikuntermalung mit.

27. November 2014 – Exkursion nach Warschau

Frau Jaufmann, Sozialarbeiterin der Wohnungslosentagesstätte nimmt an einer zweitägigen Exkursion nach Warschau teil. Gemeinsam mit Kolleg*innen anderer Berliner Tagesstätten besucht sie Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in Warschau und tauscht sich mit den polnischen Kolleg*innen aus.

1. Oktober 2015 – 25 jähriges Betriebsjubiläum von Wolfgang Feickert

Wolfgang Feickert, Sozialarbeiter, leitet die Wohnungslosentagesstätte der Bürgerhilfe seit ihrem Bestehen. Das Jubiläum wird in den Räumen der Tagesstätte gemeinsam mit den Kolleg*innen, dem Vorstand und dem Geschäftsführer, der Bürgerhilfe gefeiert.

1. Januar 2016 – Die Bürgerhilfe wird Mitglied der KUBUS Gruppe

Die Bürgerhilfe gGmbH – Kultur des Helfens wird Mitglied der KUBUS Gruppe und Siegfried Klaßen der neue Geschäftsführer der Bürgerhilfe.

1. Januar 2018 – Betriebsübergang der Wohnungslosentagesstätte

Die Wohnungslosentagesstätte kehrt zu ihren Wurzeln zurück und geht wieder in die Trägerschaft des Bürgerhilfe e.V.
Siegfried Klaßen ist Vorsitzender des Bürgerhilfe e.V.  und der Verein bleibt weiterhin Mitglied der KUBUS Gruppe.

24. April 2018 – Wir erhalten das Alpha-Siegel

Am 24. April 2018 hat die Jury des Grund-Bildungs-Zentrums Berlin der Wohnungslosentagesstätte des Bürgerhilfe e.V. das Alpha-Siegel verliehen.
Das Alpha-Siegel ist ein Gütesiegel und wird an Einrichtungen und Institutionen verliehen, die sich für Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten einsetzen bzw. ihre Einrichtungen so ausstatten, dass eben jene Menschen einen leichteren Zugang dazu haben.